Eine handvoll Spiele ließen mich die letzten Tage nicht los. Alle gehören zur Rubrik Indie und faszinieren durch ihre extrem simplen, mal auch erschreckenden Ideen.

1.) Wie ist so der Tag als Eintagsfliege, fragte sich Entwickler Krillbite, und präsentierte das kostenlose “The Plan”, die konzeptionelle Umsetzung einer einfachen Frage: Wie ist das Leben als Eintagsfliege? Das Experiment verzaubert durch seinen Sound, die Atmosphäre, ja, sogar durch die Identifikation mit dem Protagonisten, der Fliege. Das im richtigen Leben nervtötende Insekt steuert ihr dort für wenige Minuten. Summend geht es nach links und rechts, fliegt ihr nach oben Auch wenn das hier mehr als seltsam klingt, so verfolgt man den Aufstieg des Insekts doch mit offenen und am Ende weinenden Augen. Wer selbst einmal brummen möchte: Das Konzept-Spiel gibt es für lau <a title=”unter diesem Link” href=”http://www.krillbite.com/theplan/thanksp.html”>unter diesem Link</a>.

2.) Weitaus erschreckender ist die Idee hinter <a title=”&quot;In the dark, the blind can see&quot;” href=”http://www.whatwouldmolydeux.com/display.php?GameID=227″>”In the dark, the blind can see.”</a> Selbst Spieleabenteurer Gronkh war angesichts dessen etwas wortkarg: Ein blinder Mann muss seinen Sohn in Sicherheit bringen, bewaffnete Einheiten haben sein Haus gestürmt. Ist er zu laut, töten die Soldaten beide. Zwar scheint das Spiel noch unfertig, dennoch beunruhigt nicht nur die Idee: Ständig gilt es, das Kind durch Streicheleinheiten zu beruhigen, sonst schreit es, ihr stirbt. Doch ihr könnt nur durch die Schallresonanz sehen. Eine anormale Idee? Ohne Zweifel. Da überrascht es sogar, dass das Spiel mitten im krisenunbefleckten Deutschland entstanden sein soll. Laut Gronkh kommen die Entwickler aus Dieburg. Wer sich einen Eindruck des kostenlosen, noch unfertigen Konzepts machen will, sollte <a title=”beim Spieleabenteurer” href=”http://www.youtube.com/watch?v=tpP1yOLmRkI”>beim Spieleabenteurer</a> reinschauen oder es selbst laden.

3.) Dreh dich bloß nicht um, der Slender-Man geht um. Das Spiel zerrt nicht nur an den Nerven, sondern spielt mit den ureigensten Ängsten eines jeden Menschens: Dem fiesen Mann, der hinter einem wartet. Ihr steht in einem Waldstück. Warum, wieso, was ihr wollt – egal. Eure Mission: Acht versteckte Blätter des Slender-Mans zu finden. Dem gefällt das aber gar nicht – je erfolgreicher ihr seid, desto näher kommt er. Seht ihr ihn an, ist das Spiel vorbei. Eure einzigen Waffen: Eine Taschenlampe mit bald leerer Batterie, und die Fähigkeit, zu rennen. Slender ist brutal und fies, die Atmosphäre kriecht mit jedem stapfenden Schritt auf dem feuchten Waldboden eure Glieder hinauf, setzt sich fest. Das Spiel gilt zurecht als eines der besten Horror-Games der letzten Jahre, ist innerhalb einer Stunde durchspielbar – wenn man weiß, wo die Blätter sind und wie man mit dem Slender-Man umgehen muss.

Weit weg vom Mainstream: Drei kostenlose Spiele, die auf simplen Ideen beruhen.

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